Eine neue Generation von Kulturschaffenden
Aufstrebende Stimmen aus Kabarett, Literatur und Rap beim Kultursommer Wien
Was beschäftigt eine neue Generation von Kulturschaffenden in Wien? Comedian Jonas Bonas, Sprachkunst-Studierende Malak Jayeola Aderounmu, Mattea Kessler und Lotti Spieler sowie Rapperin Koko Cappelle stehen für künstlerische Positionen, die aktuelle gesellschaftliche Fragen aufgreifen und dabei eigene Ausdrucksformen entwickeln. Egal ob humoristischer Blick auf unterschiedliche Generationen, starke Rap Lines mit Haltung oder eine kollektive Lesung aus FLINTA*-Perspektive – was auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirkt, zeigt bei genauerem Hinsehen einige Gemeinsamkeiten.
Dialog zwischen Generationen
Jonas Bonas ist nicht nur mit unterhaltsamen Kurzvideos auf Social Media unterwegs, sondern unterhält als einer der ersten Comedians der Gen Z in Österreich mit seinem Kabarettprogramm Generation Spielplatz. „Ich betrachte den Generationenkonflikt und Vorurteile gegenüber anderen Generationen mit Humor. Im Idealfall entsteht ein Dialog und alle können voneinander lernen – weil wir sind gar nicht so unterschiedlich, wie wir vielleicht denken“, sagt Jonas Bonas. Dabei erzählt er in seiner Show von jungen Erwachsenen zwischen Ausbildung, Jobsuche und Wohnungsmangel und berichtet mit einem Augenzwinkern von den Klischees, Dramen und Eigenheiten seiner Generation.
Verbindung schaffen
„Für mich bedeutet Schreiben vor allem, über Literatur Wege zu finden, mit anderen in Verbindung zu treten“, erklärt Lotti Spieler, die zusammen mit Malak Aderounmu und Mattea Kessler das Literaturprojekt Vertöchterung beim Kultursommer Wien auf die Bühne bringt. Mattea Kessler ergänzt dazu: „Im Gegensatz zum Alltag, in dem vieles schnell passiert, ermöglicht Schreiben eine sehr durchdachte und ruhige Form der Begegnung.“ Die Texte beschäftigen sich aus einer FLINTA*-Perspektive mit Mutter-Tochter-Beziehungen, Sorgearbeit, queerer Liebe, Krankheit, Erinnerung und transgenerationalem Trauma. Malak Jayeola Aderounmu wünscht sich, dass die Zuhörenden neue Perspektiven auf diese Themen gewinnen und merken, wie unterschiedlich und gleichzeitig verbindend die verschiedenen Blickwinkel sein können.
Gemeinsam lernen
Die Künstlerin Koko Cappelle verbindet Rap mit einer feministischen und dekolonialen Perspektive. Mit ihrem Sound will sie andere durch verschiedene Emotionen leiten – von beflügelt bis nachdenklich. Freestyle und Hip-Hop schaffen für sie zeitgleich Räume, in denen Menschen voneinander lernen können, auch junges Publikum: „Manchmal wiederholen Kinder Dinge, die sie woanders gehört haben, ohne sie zu verstehen. Anstatt sie dafür zu verurteilen, sind Freestyle Battles eine Gelegenheit, ihnen etwas zu erklären, gemeinsam zu lernen und eine Kultur des Respekts zu fördern.“
Kunst im öffentlichen Raum
Mit seinen Bühnen im öffentlichen Raum, schafft der Kultursommer Wien eine besondere Auftrittssituation für alle Künstler:innen. „Ich glaube, der größte Unterschied wird sein, das Publikum richtig zu sehen – es sitzt hier ja nicht in einem dunklen Saal. Und ein Park klingt natürlich auch ganz anders. Es wird hoffentlich mehr Austausch entstehen, weil ich alle direkter anspreche“, findet Comedian Jonas Bonas.
Raus aus der Bubble
Aderounmu, Kessler und Spieler erklären: „Wir bewegen uns oft in literarischen oder universitären Räumen. Der öffentliche Raum bringt die Texte aus dieser Bubble heraus. Wir finden es spannend, dass Menschen vorbeikommen können, die gar nicht gezielt zu einer Lesung gegangen wären. Uns interessiert besonders, wer stehen bleibt und zuhört.“ Koko Cappelle fühlt sich nach Auftritten bei vielen verschiedenen Orten und mit sehr unterschiedlichem Publikum bereit für ihre Show beim Kultursommer Wien. Ihre Erwartungen an den Abend fasst sie abschließend in einem Freestyle zusammen: "Coming together in the grass we're well dressed / I'm telling you my story, so you won't have to guess / It's really no pressure, Koko is never stressed / But I do, hope that you come, so I can leave you very impressed."
Dialog zwischen Generationen
Jonas Bonas ist nicht nur mit unterhaltsamen Kurzvideos auf Social Media unterwegs, sondern unterhält als einer der ersten Comedians der Gen Z in Österreich mit seinem Kabarettprogramm Generation Spielplatz. „Ich betrachte den Generationenkonflikt und Vorurteile gegenüber anderen Generationen mit Humor. Im Idealfall entsteht ein Dialog und alle können voneinander lernen – weil wir sind gar nicht so unterschiedlich, wie wir vielleicht denken“, sagt Jonas Bonas. Dabei erzählt er in seiner Show von jungen Erwachsenen zwischen Ausbildung, Jobsuche und Wohnungsmangel und berichtet mit einem Augenzwinkern von den Klischees, Dramen und Eigenheiten seiner Generation.
Verbindung schaffen
„Für mich bedeutet Schreiben vor allem, über Literatur Wege zu finden, mit anderen in Verbindung zu treten“, erklärt Lotti Spieler, die zusammen mit Malak Aderounmu und Mattea Kessler das Literaturprojekt Vertöchterung beim Kultursommer Wien auf die Bühne bringt. Mattea Kessler ergänzt dazu: „Im Gegensatz zum Alltag, in dem vieles schnell passiert, ermöglicht Schreiben eine sehr durchdachte und ruhige Form der Begegnung.“ Die Texte beschäftigen sich aus einer FLINTA*-Perspektive mit Mutter-Tochter-Beziehungen, Sorgearbeit, queerer Liebe, Krankheit, Erinnerung und transgenerationalem Trauma. Malak Jayeola Aderounmu wünscht sich, dass die Zuhörenden neue Perspektiven auf diese Themen gewinnen und merken, wie unterschiedlich und gleichzeitig verbindend die verschiedenen Blickwinkel sein können.
Gemeinsam lernen
Die Künstlerin Koko Cappelle verbindet Rap mit einer feministischen und dekolonialen Perspektive. Mit ihrem Sound will sie andere durch verschiedene Emotionen leiten – von beflügelt bis nachdenklich. Freestyle und Hip-Hop schaffen für sie zeitgleich Räume, in denen Menschen voneinander lernen können, auch junges Publikum: „Manchmal wiederholen Kinder Dinge, die sie woanders gehört haben, ohne sie zu verstehen. Anstatt sie dafür zu verurteilen, sind Freestyle Battles eine Gelegenheit, ihnen etwas zu erklären, gemeinsam zu lernen und eine Kultur des Respekts zu fördern.“
Kunst im öffentlichen Raum
Mit seinen Bühnen im öffentlichen Raum, schafft der Kultursommer Wien eine besondere Auftrittssituation für alle Künstler:innen. „Ich glaube, der größte Unterschied wird sein, das Publikum richtig zu sehen – es sitzt hier ja nicht in einem dunklen Saal. Und ein Park klingt natürlich auch ganz anders. Es wird hoffentlich mehr Austausch entstehen, weil ich alle direkter anspreche“, findet Comedian Jonas Bonas.
Raus aus der Bubble
Aderounmu, Kessler und Spieler erklären: „Wir bewegen uns oft in literarischen oder universitären Räumen. Der öffentliche Raum bringt die Texte aus dieser Bubble heraus. Wir finden es spannend, dass Menschen vorbeikommen können, die gar nicht gezielt zu einer Lesung gegangen wären. Uns interessiert besonders, wer stehen bleibt und zuhört.“ Koko Cappelle fühlt sich nach Auftritten bei vielen verschiedenen Orten und mit sehr unterschiedlichem Publikum bereit für ihre Show beim Kultursommer Wien. Ihre Erwartungen an den Abend fasst sie abschließend in einem Freestyle zusammen: "Coming together in the grass we're well dressed / I'm telling you my story, so you won't have to guess / It's really no pressure, Koko is never stressed / But I do, hope that you come, so I can leave you very impressed."
